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Restaurant Kindli: Alle Jahre wieder Weihnachtsessen
12.01.2012
essen
weltwoche
weihnachtsessen
kindli

Das Restaurant: Jedes Jahr in der ersten Januarhälfte ist das Kindli beim Zürcher Rennweg Aufführungsort des Weihnachtsessens der Weltwoche Verlags AG. Das Konzept des Anlasses ist so: Er findet immer am selben Ort statt (seit einigen Jahren jedenfalls), immer Anfang Januar, wenn sich die grösste Hektik gelegt hat, und es gibt mit Nuancen immer dasselbe zu essen. Es ist ein gutes Konzept, das - mit Ausnahme des Datums - den meisten privaten Familienfeiern auch zu Grunde liegt.

Das Hotel Kindli ist ein Haus mit Geschichte, seit 1474 steht auf der Website. Häuser mit Geschichte haben in der Regel eine schöne Atmosphäre, das ist hier auch so, das Restaurant ist gemütlich mit Stil, man könnte hier auch mit einer Frau oder ein paar Freunden schöne Abende haben.

Das Essen: Bei einem Weihnachtsessen geht es natürlich nicht ums Essen, es ist ein gesellschaftlicher Anlass. Das aber ist ein Gourmet-Blog, deshalb wird hier die Qualität der Teller relativ streng beurteilt und weniger die Stimmung des Abends, die im übrigen gelassen und fröhlich war. Zum Apéro gab es wie immer Prosecco (Col de' Salici) sowie kleine Darreichungen wie mit Rohschinken umwinkelter Ruccola oder Lachs-Canapés. Das Menü startete dann ebenfalls mit rohem Fisch, Saibling mit Mesclun-Salat stand auf der Karte, der Fisch war mit einer Honig-Dill-Zubereitung mariniert, die leider etwas übersalzen ausfiel.

Es folgte eine Kürbiscremesuppe mit Ingwer. Bei der Kürbiscremesuppe ist es ein bisschen wie beim Fussball: alle können mitreden, und jeder gibt gleich seine persönliche Zubereitungsart zum Besten. Ingwer zu Kürbis ist eine schöne Idee, aber auch eine gefährliche. Ingwer ist ein starkes Zeug, das man dosiert einsetzen muss. Das gelang der Küche nicht ganz, deshalb war es eher eine Ingwercremesuppe mit Kürbis. Schlecht war sie deshalb nicht.

Der jährlich wiederkehrende Hauptgang war ein Entrecôte von der Biofarm von Dieter Meier in Argentinien. An meinem Tisch wurde kurz über Sinn und Unsinn des Imports von argentinischem Rindfleisch diskutiert. Persönlich finde ich das Produkt wird überschätzt. Häufig ist zum Beispiel Simmentaler Rindfleisch besser und amerikanisches Premium Beef würde ich grundsätzlich argentinischem Rind vorziehen. Aber in Zürich isst man gerne das Meier-Beef, offenbar glauben viele, damit immer richtig zu liegen. Für rund 50 Leute ein Entrecôte auf den Punkt medium zu braten ist logistisch anspruchsvoll. Man muss das Fleisch zeitig auf den Grill legen und dann warm halten, um allen gleichzeitig ihre Teller servieren zu könne. Dabei gart es natürlich leicht nach, in meinem Fall etwas zu lang, es war zwar schön rosa, aber ein Entrcôte solle eher ganz leicht blutig sein als schön rosa und schon etwas trocken.

Am besten hat mir das Dessert gefallen, ein weiterer Klassiker: Crèpes mit Orangenfilet, Vanilleglacé und einer leicht bitteren Orangensauce. Da kann man zwar nicht viel falsch machen, aber das hatte die Küche perfekt gemacht.

Fazit: Gesellschaftlich war das Weihnachtsessen 2011 der Weltwoche ein Erfolg. Die Stimmung war gut, die Leute waren zufrieden. Kulinarisch war der Abend durchzogen, dass dafür eine schöne Tradition gepflegt wird, wiegt allerdings manches auf.

Restaurant:Kindli
Adresse:Pfalzgasse 1, 8001 Zürich
Öffnungszeiten:Sonntags geschlossen
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