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George, Zürich: Ich, der Food-Blogger
22.02.2016
zurcher-gastronomie
szenelokal
steakhouse
schweizer-fleisch
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Das Restaurant: Unter den In-Places nimmt «George – Bar und Grill» eine Sonderstellung ein. Nicht nur, dass der Laden fast jeden Abend ausgebucht ist, auch das Setting ist etwas Besonderes: Man erreicht das Restaurant über einen Bling-Bling-Eingang, der auch zum Casino im selben Gebäude führt. Danach nimmt man den Lift bis ganz nach oben und tritt in eine Art überdimensioniertes Wohnzimmer, wo die Kunstfigur «George» zu Hause ist. 


Sitzecken, grosse Bar, eine Pianospielerin sowie eine sehr schöne Aussicht auf den Kreis 4 Richtung Westen sind einige der besonderen Merkmale des Lokals. Ich besuche es in einer Runde von Food-Bloggern, die von Local.ch zusammengetrommelt wurden. Die elektronische Auskunft ist zusehends interessant für Leute, die eine Restaurantreservation tätigen möchten.


Interessant: Die meisten Food-Blogger – wenigstens an diesem Abend – sind Frauen. Wobei man einen Unterschied machen muss: die Frauen, wie die gut aussehende Sylwina zum Beispiel – eine unterhaltsame Gesprächspartnerin, nebenbei – schreiben eher übers Kochen, Männer wie Harry (und seine Frau) oder ich über Restaurants. Und wer gar über vegane Rezepte bloggt wie Mylifeisdelicious kann offensichtlich bald auf Tausende von Instagram-Followern zählen. So viel zur kleinen Welt der Food-Blogger.


Das Essen: Der Nomenklatur des Lokals folgend («Bar & Grill»), beginnt der Abend mit einem Drink aus dem Flachmann. Das recht süsse Getränk heisst «Winter George» und fällt durch seine intensive Muskatnuss-Note auf. Danach bestelle ich einen Salat mit leicht gegarter Rande, als Carpaccio aufgeschnitten und kombiniert mit Ziegenfrischkäse und leicht mariniertem Salat. Die Kombination ist nicht besonders originell, aber gut. Der herbe Frischkäse, der leicht bittere Salat und die süssliche Rande verstehen sich ausgezeichnet. Noch besser wäre das Gericht mit etwas mehr Säure gewesen, glaube ich.


Vor dem Hauptgang folgt ein weiterer Drink, der den leider etwas aus der Mode gekommenen klassischen Sorbet-Gang ersetzt: Ein Gin-Tonic-Eis mit starker Limettenaromatik, dazu Gurkenstücke und (ein gutes Mass voll) Hendricks-Gin. Der Alkohol ist ziemlich präsent, aber seine Aufgabe als trink- und essbares Erfrischungstuch erfüllt die Angelegenheit im Glas ausgezeichnet.


Nach der Bar der Grill, im «George» wird trockengereiftes Schweizer Rindfleisch von Holzen in Ennetbürgen serviert. Das ist eine sehr gute Nachricht, und bei einem kurzen Rundgang wird später der Beweis angetreten, dass die im Ganzen eingekauften Rinderhälften tatsächlich in einem kleinen Kühlraum neben der Küche rund sechs Wochen zum Wohlgeschmack heranreifen.


Das grandiose Porterhouse, das also serviert wird, ist auf den Punkt gebraten (Lavasteingrill), weist schöne Röstnoten auf und hat auf den beiden Seiten des Mittelknochens typischerweise sehr unterschiedliche geschmackliche Ausprägungen: Fleischig und gut strukturiert ist die Roastbeef-Seite, zarter und milder der Filet-Teil. Aber das dicke, schwere Fleischstück ist Grund genug, das «George» zu besuchen. Alles andere ist Beilage: die Pommes Frites sind knusprig, der feine Geschmack von Trüffelöl ist zwar nicht penetrant, aber Trüffelöl muss nicht sein. Ausserdem gibt es Selleriepüree, glasierte Karotten und mit Blauschimmelkäse angereicherter gehackter Spinat. Das ist keine gute Idee, der Käse dominiert alles – und vor allem der Geschmack des Fleisches, um den es hier meiner Meinung nach geht. Ausgezeichnet ist wiederum die Chimichurry-Sauce, nicht versucht habe ich die halbierten Garnelen und die Barbecue-Sauce.


Den Abschluss macht ein Cheesecake mit Fruchsalat. Über letzteren gibt es nicht viel zu sagen, der Kuchen ist in Ordnung, aber die Proportionen stimmen nicht ganz: Zu viel Teig und Streusel, zuwenig Frischkäse-Füllung und insgesamt zu süss.


Fazit: Wer wegen den Drinks und dem Fleisch ins «George» geht, liegt sicher richtig. Und unter den Zürcher Steak-Häusern hebt sich das Restaurant durch seine konsequente Verwendung von Schweizer Rindfleisch angenehm ab. Vor allem im Vergleich mit dem argentinischen Fleisch, das oft angeboten ist, schneiden die Produkte von Holzen deutlich besser ab, über den Unsinn des Transports wollen wir hier gar nicht reden. Was abgesehen vom Fleisch serviert wird, liesse sich wohl noch etwas verfeinern.

Restaurant:George Bar & Grill
Adresse:

Sihlstrasse 50
8001 Zürich
Tel. +41 44 444 50 60

 

Öffnungszeiten:Täglich geöffnet
Samstags und sonntags kein Lunch
Donnerstags bis samstags bis 02 Uhr

Informationen über Local.ch:
tel.local.ch/de/d/Zuerich/8001/Restaurant/George-Bar-Grill-E2FE14_t_A8FFW9_xUkXBQ
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