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Neues Jahr, neue Küche (Teil 2)
15.02.2017

Was bisher geschah: Wie in Teil 1 beschrieben (Text hier), wucherte die Küche in unserer Mietwohnng über die letzten Jahre immer stärker in den Wohnraum hinein, die Anschaffung allerlei Geräte und Werkzeug, Zutaten, Backformen et ceterea war irgendwann nicht mehr in den bescheidenen Stauräumen, welche die eingebauten Küchenmöbel vorgaben, unterzubringen. Ich dachte also darüber nach, meine Küche auszubauen mit einem grossen Möbel – einem Monoblock –und kam mit den kompetenten Fachleuten von Bulthaup ins Gespräch.


Die Umsetzung: Das wichtigste Moment einer neuen Küche ist die Planung, das fand ich schnell heraus, als der Bulthaup-Fachmann bei mir in der Wohnung stand. Zu diesem Zeitpunkt sah es bei mir aus «wie im Chemielabor einer Kantonsschule», so sagte es ein Kollege. Vakuumgerät, Wasserbad, Thermomix, Vitamix, Paco Jet – alles stand irgendwie rum, in Rako-Kunststoffboxen hatte ich zudem – thematisch geordnet – Zutaten untergebracht, die in den Schränken keinen Platz mehr gefunden hatten. Der Küchenexperte erkannte, dass Stauraum und Arbeitsfläche das Thema war, um das es gehen sollte.


Er schlug deshalb vor, in einer der Schubladen eine Steckdose anzubringen, und beispielsweis das Vakuumgerät darin unterzubringen und anzuschliessen. Jetzt ist es so, dass ich bei Bedarf die Schublade herausziehe, meine Sachen vakuumiere und das Gerät dann wieder verschwindet. Auch der Polycarbonatbehälter für Langzeit-Sous-vide-Garvorgänge wird nur bei Bedarf aus einer Schublade gezogen, der Einhängethermostat wird dann ebenda mit Strom versorgt. Für das Dämpfen bzw. Sous-vide-Garen bis zu 24 Stunden benutze ich allerdings in der Regel meinen Combisteam von V-Zug, der in kurzer Zeit die gewünschte Temperatur erreicht, die er gradgenau halten kann. Das scheint mir sehr viel praktischer und alltagstauglicher zu sein. Auch Thermo- und Vitamix, die ich beide regelmässig benutze, aber vielleicht nicht täglich, haben in einer der vielen neuen Schubladen eine neue Heimat gefunden, aus der ich sie für jeden neuen Einsatz heraushole. 


Das war also der Plan, ich unterschrieb die Bestellung und dann dauerte es ein paar Wochen, bis die neue Küche hergestellt und verpackt war. Jede Küche wird bei Bulthaup natürlich «on demand» produziert, denn Ausstattung, Grösse, Farbe, Einbauten sind höchst individuell. An einem kühlen Tag im Dezember morgens um 8 Uhr standen dann zwei Monteure vor meiner Tür – und hatten ziemlich viel Material dabei, wie es ausschaute. Die Bulthaup-Küchen zeichnen sich durch ein zeit- und schnörkelloses Design aus – und viel deutsche Wertarbeit. Das ist nicht nur an der Qualität der Auszüge, Griffe, Schubladen usw. zu sehen, sondern an Details wie der soliden Verpackung, die ebenfalls massgeschneidert um die vormontierten Elemente gezogen ist und den Inhalt sorgsam schützt.


Aufbau und Installation des Bulthaup-Monoblocks dauerten einen Tag. Zuerst wurden die einzelnen Elemente aufgestellt, die Leitung für den Schubladenstromanschluss installiert, verschiedene kleine Montage-Vorbereitungsarbeiten vorgenommen, die massiven Metallschubladen bereitgestellt und schliesslich ging es darum, die grossflächige Edelstahlplatte, die als Arbeitsfläche vorgesehen war, anzubringen. Diese Edelstahlplatte ist gewissermassen das emotionalste Teil dieser Küche, ein ebenso verletzlicher wie widerstandsfähriger Werkstoff, eine kapriziöse Schönheit von kühler Eleganz. 


Zuzusehen, wie die neue Küche routiniert und Schritt für Schritt in den leeren Raum hineinwuchs, war – man verzeihe mir den Pathos – eine wirklich erhebende Erfahrung. Zu erleben, wie etwas Schönes entsteht, das gleichzeitig ein gewisses Mass an Zeit überdauern wird, ist ein schöner Moment. Ich habe zwar kein eigenes Haus, aber immerhin habe ich jetzt eine eigene Küche nach meinen Wünschen, die mir jedes Mal aufs Neue Freude macht, auch wenn ich darin nur ein Stück Brot abschneide. Die einzelnen Elemente des Monoblocks stehen auf gedämpften Füssen, so dass sie, wie jedes andere Möbel, ohne Spuren zu hinterlassen wieder entfernt werden könnten, falls wir irgendwann aus unserer Wohnung ausziehen sollten. Die Küche könnte dann mitkommen. 


Im dritten Teil geht es dann um Einrichtung und Nutzung sowie die eine Schublade, für die ich noch keine definitive Bestimmung gefunden habe.


(Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Bulthaup Schweiz.)

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