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Paneolio, Zürich: Beim Italiener
29.01.2013
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Das Restaurant: Nicht weit von Bezirksgebäude und Stauffacher liegt etwas versteckt in einer Seitenstrasse das "Paneolio", eine kleine Beiz, in der die Tische eng beieinander stehen und das Essen im besten Sinne italienisch ist: einfach, aber mit Geschmack. Das "Paneolio" hat sich längst über den Status eines Geheimtipps hinausbewegt, spätestens seit es (völlig zu recht) in die neueste Ausgabe des "Gault Millau" aufgenommen und mit 13 Punkten bewertet wurde. Seit 2008 führe der gebürtige RömerDaniele Pagliei das kleine Lokal, kann man nachlesen, und meistens sei es voll und laut.

Das Essen: Die kleine Karte schreibt der ehemalige Kunsttöpfer Pagliei von Hand, die verschnörkelte Schrift ist nur schwer zu lesen, aber wir schaffen es, uns für ein Kalbskotelett zu entscheiden, das mit getrüffelten Nudeln serviert wird. Die Kollegen am Tisch bestellen aus Mangel an weiteren Koteletts ein eindrückliches Bistecca Fiorentina (T-Bone-Steak).

Zuerst aber bekomme ich gebratenen Chicorino Rosso, der mit frittiertem, geräuchertem Mozarella (Scamorza) serviert wird und bei dem der Geschmack der Ursprungsprodukte durch die Zubereitung optimal verstärkt werden. Feine Bitternoten und die feine Süsse, die durch das Karamellisieren beim Anbraten entstanden ist, verbinden sich wunderbar. Dazu kommt das weiche, runde Aroma des Scamorza. Das ist zusammen so einfach wie perfekt. Man könnte es vielleich schöner anrichten, mit irgendwelchen kleinen Kunstwerken dekorieren, aber eigentlich ist es genau deshalb perfekt, weil der Koch das alles nicht macht.

Das Kalbkotelett ist auf den Punkt gebraten, zart und saftig. Die sämige Sauce mit Steinpilzen wurde grosszügig über das Fleisch gegossen und ist sehr fein. Nur die Beilage, breite getrüffelte Nudeln, hat einen Schönheitsfehler: Sie wurde mit Trüffelöl aufgemotzt. Der synthetische Geschmack dieses kulinarischen Vergehens beisst in der Nase, eine gute Küche sollte so etwas nicht verwenden.

Aber vom "Fiorentina" wissen die Kollegen nur Gutes zu berichten, es ist aussen scharf angebraten und im Kern noch fast roh, genau so also, wie es Rindfleischliebhaber am liebsten serviert bekommen.

Fazit: Im "Paneolio" wird sehr ungekünstelt, sehr italienisch gekocht. Einfach, übersichtlich, mit (meist) guten Zutaten und einfachen Zubereitungsarten. Aber vor allem mit viel Geschmack. Ein Geheimtipp für jene, die noch nie dort waren, und einer der besten Italiener Zürichs für jene, die es noch nicht kennen.

Atmosphäre: Wenn es voll ist, wird es lebhaft und laut, an diesem Mittag im Januar ist es aber nur halbvoll und deshalb zwar immer noch lebhaft, aber durchaus angenehm in der Lautstärke. Die Bedienung ist schnell und freundlich. Im Sommer gibt es eine sehr urbane "Gartenbeiz" im Durchgang zum Hinterhof, die aber durchaus ihren Reiz hat.

Preise: Da gibt es keine Klagen, kalkuliert wird fair, die Vorspeise gibt es für Fr. 16.-, das Kalbskotelett für Fr. 48.- und das Bistecca Fiorentina wird nach Gewicht berechnet, ein Kilogramm für Fr. 110.-.

Bewertungen: 13 Gault-Millau-Punkte

Restaurant:Paneolio
Koch:Daniele Pagliei
Adresse:Cramerstrasse 8, 8004 Zürich
Öffnungszeiten:Sonntags geschlossen
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