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Falken, Neuheim ZG: Rehpfeffer im Schneetreiben
29.11.2012
essen
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Das Restaurant: Nicht weit von Zug, in der Nähe des berühmten Verkehrskreisels von Sihlbrugg und nur 20 bis 30 Minuten von Zürich entfernt, liegt Neuheim. Wer in dem kleinen Ort eintrifft, entdeckt Terrassenhäuser in stattlicher Zahl und auch das Haus in dem sich der "Falken" befindet, erinnert an die zweifelhafte Bauästhetik der Achtziger Jahre. Sobald man aber das Lokal betritt, kommt man in einen gemütlichen, sanft modernisierten Gastraum, der nicht gerade wie der typische "Falken" aussieht. Schon 2011 schrieb der "Gault & Millau" über das Restaurant von Peter Doswald und Claudia Oulouda: "Wir empfehlen den etablierten Zuger Spitzenköchen, sich warm anzuziehen". 16 Punkte gibt es dafür bis heute, laut dem Restaurantführer gehört der "Falken" zu den besten drei in Zug. Ich kam eher zufällig nach Neuheim, fuhr durch heftigen Schneefall und setzte mich mit einigen Erwartungen an einen schönen Tisch mit Aussicht auf einen grossen verschneiten Parkplatz (und einige Terrassenhäuser).

Das Essen: Zum Start gab es eine Doppelsuppe, im dem einen Töpfchen eine perfekt ausbalancierte Randencreme, die schön zwischen Erdigkeit und Süsse eingemittet war. Im anderen Töpfchen eine ebenso feine, passierte Linsensuppe mit feinen Specknoten, aber ohne feste Stücke von Fleisch oder Gemüse.

Ich entschied mich dann für einen Rehpfeffer, der tiefbraun bis fast schwarz auf dem Teller lag - also so wie es sein muss. Das Gericht wurde aufwendig begleitet von Spätzli, einem schönen süsslichen Rotkraut, Gemüsepürees, eingemachten Preiselbeeren und machte allein durch die Fülle des Angebotes schon Eindruck. Die Beilagen waren alle hervorragend und der Pfeffer schmeckte intensiv. Die tiefe Sauce war so konzentriert, dass man sie mit Zeit und Verstand essen musste. Abstriche gab es nur bei einigen Fleischstücken zu machen, die für meinen Geschmack etwas zu sehr mit Fett durchzogen waren.

Zum Abschluss bestellte ich nur eine Kugel Eis zur Erfrischung nach den konzentrierten Aromen des Rehs und bekam die schön inszenierte Nocke eines hervorragenden Cassissorbets mit etwas Zuckerwatte und einer Waffel als "element croquant". Die intensive Säure des Sorbets holte mich sofort aus der plötzlich auftretenden Mittagsmüdigkeit heraus.

Fazit: Für einen guten Lunch ist der "Falken" ein sehr guter Ort. Es lohnt sich sogar, eine halbe Stunde Weg auf sich zu nehmen. Doswalds Küche ist (am Mittag) zeitgemäss bürgerlich, hat aber das gewisse Etwas, und der legt auch auf die Nebendarsteller eines Gerichts grossen Wert. Etwas übertrieben sind vielleicht Sprüche auf der Website des Restaurants wie "Wir bieten endlose Gaumenfreuden" oder "Peter Doswald ist ein Meister der kulinarischen Innovation", letzteres ist er - soweit man das nach einem Mittagessen beurteilen kann - nicht.

Atmosphäre: Der "Falken" ist ein wirklich angenehmer Ort, die Bedienung so aufmerksam wie freundlich und die Gäste scheinen öfter hier vorbeizuschauen, was eine familiäre, entspannte Stimmung schafft.

Preise: Für einen guten Lunch angemessen: Fr. 8.50 für die Suppen, 39.- für den Rehpfeffer und 5.50 für das Sorbet ist angesichts des Aufwands, den Peter Doswald betreibt, nicht zuviel. Wer es noch günstiger haben will, nimmt einfach das Mittagsmenü und wählt aus je drei Vor- und Hauptspeisen aus.

Auszeichnungen: 16 Gault-Millau-Punkte

Restaurant:Falken
Koch:Peter Doswald
Adresse:Hinterburgstrasse 1, 6345 Neuheim
Öffnungszeiten:Montags und dienstags geschlossen
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